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Nachrichten in 2009
  • 23.12.2009: USA plant bereits für 2010 den Anbau des "gentechnisch veränderten Supermais". Der SmartStax-Mais (MON89034 x TC1507 x MON88017 x DAS-59122-7) ist eine Kreuzung verschiedener gv-Maislinien und besitzt mehrere neue, gentechnisch vermittelte Merkmale: Er produziert sechs verschiedene Varianten des Bt-Proteins, die gegen die wichtigsten Schädlinge im Maisanbau gerichtet sind, darunter Insekten wie den Maiszünsler und Käfer wie den Maiswurzelbohrer. Dazu kommen Resistenzen gegen zwei Wirkstoffe zur Unkrautbekämpfung, dem Glyphosat (Roundup) und dem Glufosinat (Liberty). Die Anbaufläche soll in 2010 bereits 1,6 Mio Hektar betragen.
  • 14.12.2009: Brasilien verzeichnet einen starken Boom bei der Grünen Gentechnik. In der nun beginnenden Anbausaison steigt der Anteil von gentechnisch verändertem Mais an der Gesamterzeugung in Brasilien von 5 auf 39 Prozent. Bei Soja bleibt der Anteil gentechnisch veränderter Sorten bei zwei Dritteln der Anbaufläche für Soja.
  • 30.11.2009: EU-Kommission genehmigt die Einfuhr von gv-Mais der Sorte MIR604 (Syngenta), der in der jüngeren vergangenheit bereits mehrfachin Spuren in Sojarohstoffen gefunden wurde.
  • 28.11.2009: China erteilt Zulassung für den Anbau eines in China entwickelten gv-Reis, der über eine Resistenz gegen Schadinsekten (Bt-Reis) verfügt. 
  • 21.11.2009: China erteilt Zulassung für den kommerziellen Anbau von gv-Phytase Mais. Phytase wird generell als Zusatzstoff in Futtermitteln verwandt und dient zum Aufschluß von Phytinsäure in Mais, dass 60% der verfügbaren Phosphor bindet. Phytase erhöht zudem die Phosphor Adsorption in Tieren um bis zu 60%. Der mais wurde durch eine chinesische Forschungseinrichtung entwickelt.
  • 20.11.2009: MIR604-Mais steht kurz vor der Zulassung. Der Vorschlag der EU-Kommission zur Zulassung des gv-Mais erreichte in der Abstimmung zwar nicht die notwendige Mehrheit - trotz erstmaliger zustimmung Deutschlands -, jedoch wird wie bereits in vorherigen Verfahren in Kürze mit der Zulassung durch die Kommission gerechnet. die ihre Entscheidung auf Basis der wissenschaftlichen Begutachtung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) fällt.
  • 30.10.2009: Die EU-Kommission hat die Einfuhr von drei gentechnisch veränderten Maislinien (MON88017, MON89034 und 59122xNK603) sowie daraus hergestellter Lebens- und Futtermittel zugelassen.
  • 22.10.2009: Die indische Regierung hat die Entscheidung über die Zulassung einer gv Bt-Aubergine verschoben.
  • 01.10.2009: Die Europäische Kommission hat die Mitgliedsstaaten aufgerufen, Lebensmittel, die gv-Leinsamen enthalten, aus dem Handel zu nehmen. Der Flachs stammt aus Kanada und ist in der EU nicht zugelassen.
  • 22.09.2009:  Funde von in Europa nicht zugelassenen gv-Mais Sorten in Sojalieferungen führen dazu, dass derzeit keine Sojatransporte mehr aus den USA nach Europa gelangen. Nachdem mehrere Schiffe zurückgewiesen wurden, weil in den Ladungen Spuren der Bt-Maislinien MON88017 und MIR604 nachgewiesen wurden, scheuen alle Importeure das Risiko solcher Einfuhren. Nach Aussagen von Experten ist spätestens im Dezember mit Verknappungen in der Futtermittelindustrie zu rechnen. Angesichts der Situation haben sich in Deutschland die Agrarminister des Bundes und der Länder für schnelle Zulassungsverfahren ausgesprochen.
  • 10.09.2009: Die Lebensmittelüberwachung in Baden-Württemberg hat in Leinsamenprodukten Spuren von gv-Flachs/Leinsamen entdeckt. Diese vermutlich aus Kanada stammende Sorte ist in Europa nicht zugelassen.